SUPER AN DER FRISCHEN LUFT, RAINER STADLBAUER, CHRISTOPH MAYER, ANDREAS PERKMANN BERGER, NOTGALERIE, SONNTAG 13. MAI 2018, 15UHR

Plan Brut: Rainer Stadlbauer
In der ersten Phase der Notgalerie am Ulanenweg begegnet der von Reinhold Zisser gegründete Ort seiner virtuellen Konstruktion in Form eines Bildgestells. Das Gestell kokettiert dabei mit seinem potenziellen Gebrauchswert. Es verweist auf seinen nicht eingelösten Status der Nutzbarkeit. Mit der Notgalerie wurde auch der Plan Brut nach Wien Aspern transloziert, um dort gemeinsam mit anderen Interventionen das urbane Feld zu besetzen. In der dritten Phase wird das Gestell zum überdimensionalen Bildträger für eine Arbeit von Christoph Mayer. Zugleich wird die in den Phasen davor etablierte Distanz zum Gebäude der Notgalerie aufgegeben.

The sun has been drawing, not me: Christoph Mayer
Auf der südseitigen Außenwand der Holzkirche und Notgalerie wird dieses 4 x 16 Meter große Holzgerüst montiert und mit hellblauem Leinenstoff bespannt. Auf dieser, der Sonne zugewandten Fläche von 64 Quadratmetern ist eine Art metaphysische Bleichzeichnung zu sehen, die die Vermutung nahe legt, dass hier nicht ein Künstler Hand angelegt hat, sondern die Sonne selbst sich in ungewohnt abgelenkter und individualisierter Strahlform verwirklicht hat.

Le déjeuner III : Andreas Perkmann Berger
Das für die Fahne konzipierte Motiv Le déjeuner III ist eine Weiterbearbeitung des Themenfeldes Le déjeuner und knüpft an die bereits im September 2017 in der Notgalerie/Seestadt gezeigten Arbeit an. Das gelbblühende Rapsfeld, ein Farbhintergrund, dient als Stellfläche zum Setzen von Begriffen, die in ihrer gegenständlichen Erscheinung mit den landschaftlich/pflanzlichen Elementen in Beziehung treten. Auf einem gelben Blatt Papier werden zwei Begriffe eingefügt: Cognacflasche und Schwirren. Das Szenario des Frühstücks kann man sich vorstellen wie einen Tisch mit variierter Möglichkeit zur Deckung.

Ausstellungseröffnung: 13. Mai 2018, 19 Uhr
Ausstellung bis 01. Juni 2018