TENTOONE: RENATE BERTLMANN, JULIANA HERRERO, LINUS RIEPLER, KURATIERT VON: KATHARINA BRANDL, ANDREA LEHSIAK UND DANIELA HAHN, MITTWOCH 16. NOVEMBER 2016, 19 UHR

 

 

Linus Riepler, Atelier Dreyhausenstraße (kurz vor dem Auszug), 2016

 

Linus Riepler, Atelier Dreyhausenstraße (kurz vor dem Auszug), 2016

 

Renate Bertlmann, Diverse Installationsskizzen, 1985–1986

 

Renate Bertlmann, Diverse Installationsskizzen, 1985–1986

 

Renate Bertlmann, Diverse Installationsskizzen, 1985–1986

 

Juliana Herrero, NOMADENTUM, 2015

 

Juliana Herrero, NOMADENTUM, 2015

 

TENTOONE entstand maßgeblich in Diskussionen über Modellhaftigkeit zwischen dem Kunstraum SUPER und Katharina Brandl, Daniela Hahn sowie Andrea Lehsiak. Rainer Stadlbauer und Andreas Perkmann Berger (SUPER) arbeiteten in ihrer künstlerischen und kuratorischen Praxis bereits zuvor mit der Idee des Modells, mitunter in der Ausstellung „MODELL“ (2015, in Kooperation mit Aldo Giannotti). Für das Projekt, das während der Vienna Art Week 2015 gezeigt wurde, gestalteten sie eine Ausstellungslandschaft, für die Künstler_innen Arbeiten im Miniaturmaßstab entwickelten.

TENTOONE knüpft nun einerseits an das Ausstellungsprojekt „MODELL“ an: Anstatt eine Landschaft zu schaffen, die modellhafte künstlerische Arbeiten im Kleinformat zeigt, werden in diesem Projekt die Besucher_innen eingeladen, den Kunstraum SUPER in zehnfacher Vergrößerung zu imaginieren. Die Skalierungsbewegung beruht auf der individuellen Vorstellungskraft. Die gezeigten Arbeiten beschäftigen sich mittels unterschiedlicher Modi mit dem Thema des Modells: Renate Bertlmanns Zeichnungen aus dem Jahr 1986 bringen die Idee eines idealen Ausstellungsraums für ihre eigene Praxis zu Papier, Juliana Herreros fragile, zelthafte Strukturen „NOMADENTUM“ (2015) referieren auf ihre eigene Biographie und transnationale Identitäten. Linus Rieplers gebauter Raum „Atelier Dreyhausenstraße (kurz vor dem Auszug)“ (2016) kann als Reenactment seiner Lebens- und Produktionsorte gelesen werden.

TENTOONE bietet andererseits eine Diskussion zur Idee des Modells selbst: Was bedeutet es beispielsweise, Modelle als Kommunikationsmedien zu verstehen? Als Mittelsmann, der zeigen soll, wohin sich eine Idee entwickeln kann? Das Modell projiziert die Zukunft in die Gegenwart oder materialisiert Vorstellungen in unserer Lebenswelt. Die Zeitlichkeit des Modells findet sich in der Betonung von Prozesshaftigkeit, oder in der Anrufung von Fantasie und Erinnerung auch in den gezeigten künstlerischen Arbeiten wieder.

Kuratiert von: Kunstraum SUPER in Kooperation mit Katharina Brandl, Daniela Hahn und Andrea Lehsiak

Ausstellungseröffnung: 16.11.2016, 19 Uhr
Dauer der Ausstellung: 17.11.2016 – 02.12.2016
Öffnungszeiten: Während der Vienna Art Week täglich von 16:00 – 20:00 Uhr

Renate Bertlmann
www.bertlmann.com

Juliana Herrero
www.julianaherrero.org

Linus Riepler
www.linusriepler.eu

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